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Baukörper


Baukörper

1. Fragen zur Form

2. Beobachtungen zum Stil

3. Anregungen zur Vermittlung

4. Material zur Vertiefung



1. Fragen zur Form


Fügt sich die Kirche in die Umgebung ein oder hebt sie sich von ihr ab?


Strebt das Bauwerk in die Höhe oder erstreckt es sich in die Breite?


Wirkt der Bau einheitlich oder weist er Brüche auf?



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2. Beobachtungen zum Stil


Vor der Karolingik

Hier haben sich allenfalls Reste kirchlicher Bauten erhalten.


Karolingik (750-930)1, Ottonik (919-1040) und Romanik (1020-1250)

In diesen Zeitabschnitten herrschen wehrhaft wirkende Basiliken vor, deren Bauteile sich baukastenartig aneinandergefügt in die Länge erstrecken.


Gotik (1235-1520)

Die zumeist einheitlich geformten, hoch aufragenden und zugleich leicht erscheinenden Kirchen der Gotik werden häufig von einem Strebewerk gestützt.


Renaissance (1520-1660)

In der Renaissance werden Kirchenbauten vorwiegend horizontal gegliedert und in der Regel klar sowie symmetrisch aufgebaut.


Barock (1660-1780)

Barocke Kirchen, die oft festlich und repräsentiv wirken, verbinden häufig längsgerichtete und zentralisierende Bauformen.


Klassizismus (1755-1830) und Historismus (1820-1910/40)

Wähend man im Klassizismus eine klare Gestaltung, im Historismus dagegen das Spiel mit Stilformen sucht, herrschen doch in beiden Epochen geschlossene Baukörper vor.


20. Jahrhundert

Errichtet man in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erst zunehmend schlichte, dann wieder monumentale Bauten, finden sich nach dem Zweiten Weltkrieg ebenso zeichenhaft wie profan erscheinende, blockhafte wie untergliederte, kubisch wie organisch geformte Kirchen.


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3. Anregungen zur Vermittlung


Der Baukörper kann plastisch erfahren werden, indem man sich der Kirche aus verschiedenen Richtungen und Perspektiven beschreibend annähert.


Um die Baugeschichte erlebbar zu machen, können beispielsweise Vorgängerbauten anhand von Modellen veranschaulicht werden.


Damit BesucherInnen die Bauweise nachvollziehen können, ist es hilfreich, die Bautechnik - ob Fachwerk, Steinbau oder Betonguss - vorzuführen.


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4. Material zur Vertiefung


Thalheim, Gerlinde u.a. (Bearb.), Bauten der Macht. Eine Kirchenbaustelle im Mittelalter (Wege zur Backsteingotik 2), Bonn 2002 (128 Seiten, broschiert, monumente Publikationen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, ISBN 3935208146)


www.zum.de/Faecher/PRO/MUENSTER/fabrik/science/bautech/bb.htm
Informative Texte zu Techniken und Abläufen einer (historischen) Baustelle.


www.labbe.de/zzzebra/index.asp?themaid=471&titelid=5658&suchen=häuser
Anschauliche Bau-Anleitung für Häuser/eine Stadt aus "Holz-Abfällen".


www.zoch-verlag.com
"Bausack" - Geschicklichkeits- und Strategie-Spiel zum Thema Bauen.


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© Karin Berkemann



Anmerkung 1: Alle Jahresangaben zu den Stilen sind lediglich Annäherungswerte an den deutschen Kirchenbau. Vgl. Koch, Wilfried, Baustilkunde, 2 Bände, Niedernhausen 2000. zum Text